Herbstzeit ist Maronizeit

Es ist Herbst und damit beginnt die Sammelzeit für Maroni, auch Edelkastanie oder Esskastanie genannt. Die leckere Nuss fällt in der Zeit von Oktober bis in die Adventszeit reif vom Baum und kann einfach aufgesammelt werden. Warum die Nuss so wertvoll für uns ist und wie Sie die leckere Nuss erkennen und zubereiten können erfahren Sie hier.

Die Nüsse haben einen hohen Gehalt an den Kohlenhydraten Stärke und Saccharose. Im Gegensatz zu anderen Nüssen haben die Kastanien einen vergleichsweisen geringen Fettgehalt.  Der Gehalt an die für uns so wichtigen Aminosäuren ist hoch. Der Proteingehalt ist höher als in Kartoffeln und der geringe Fettgehalt hat einen hohen Anteil an Linol-  und  Linolensäure.  Auch hat die Kastanie einen hochen Kalium-Gehalt. Bevor die Kartoffel zu uns kam war die Maroni ein Grundnahrungsmittel im Süden Deutschlands, Österreich und der Schweiz.

Und außerdem ist sie echt lecker!

Die Nuss und die reife Früchte erkennen
Die Nüsse sind dunkelbraun und glänzend und an einer Stelle etwas Spitz zulaufend. Die Schale ist stachelig und grün bzw. wenn die Nuss reif wird eher braun. Die Form der Nuss ist meist flach auf einer Seite und gewölbt auf der anderen, jedoch wachsen meist drei Nüsse in einer Schale heran und die Mittlere kann dann beidseitig relativ flach sein. Die Reife Frucht erkennt man daran das sich die stachelige Schale schon von alleine ein wenig geöffnet hat. Damm muss man die Nuss nur noch in den Sammelkorb packen.

Die Edelkastanie ist übrigens nicht mit der Allgemein bekannten Rosskastanie verwandt die wir so gerne mit den Kindern einsammeln und zum basteln benutzen. Die Edelkastanie zählt zu den Buchengewächsen, die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen – und ja man kann aus Rosskastanien tatsächlich eine Seife herstellen.

Maroni lagern?
Kastanien sind leider sehr leicht verderblich. Sie trocknen aufgrund ihres geringen Wassergehaltes schnell aus und bieten auf der anderen Seite auch einen wunderbaren Nährboden für Pilze ab. In beiden Fällen werden die Nüsse schnell ungenießbar. Im Kühlschrank halten sie sich ein paar Wachen und mit etwas Glück kann man sie an einem trockenen und gut durchlüfteten Ort ein paar Monate haltbar halten. Dafür eignet sich ein gut durchlüfteter Korb an den von allen Seiten Luft ran kommt am besten.

Maroni zubereiten und genießen
Die einfachste und meiner Meinung nach leckerste Art Maroni zuzubereiten ist das rösten im Backofen.

Bevor man die Maroni allerdings vorbereitet sollte man sie in ein Becken voll Wasser schütten. Sinken die Maroni zu Boden sind sie frisch und im besten Zustand. Beginnen sie an der Wasseroberfläche zu schwimmen haben sie wohl möglich ungewollte Untermieter oder haben schon begonnen zu verfaulen.

Die Maroni anschließend mit einem Küchenmesser Kreuzweise auf der gewölbten Seite einschneiden und mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech geben. Den Ofen auf 200°C bis 220°C vorheizen (Ober- Unterhitze) und die Maroni zusammen mit einer Schüssel Wasser mit in den Ofen geben. Das verdampfende Wasser verhindert dabei das die Maroni austrocknen. Nach 30 bis 40 Minuten sind die Kastanien fertig. Die Schale öffnet sich am Einschnitt etwas und lässt sich leicht abschälen. Frisch und noch warm ist der Geschmack am besten. Abgedeckt im Kühlschrank halten sie sich aber auch einige Tage.

Man kann die Maroni direkt so als Snack knabbern oder zum Beispiel in eine lecker Creme Suppe geben – Eine Kürbissuppe eignet sich hier sehr gut. Aber auch ein Pilz- oder Spargelcremesuppe wird durch die Maroni nochmal bereichert. Und auch zu Rotkraut, Wild, Ente oder Gans passen die Maroni sehr gut.

Und wer keine Lust zum sammeln hat der kann sich die Maroni auch einfach liefern lassen:
Ponthier – Maronen, geschält & gekocht, 1000g – aus Frankreich

gekochte Maronen – Edelkastanien 400 Gramm

Das Uttewalder Felsentor

Wandern in der sächsischen Schweiz – das muss es nicht immer hoch hinaus auf die Klippen und Felsen gehen. Man kann hier auch die wunderschönen Gründe (und Täler) genießen. Gerade bei heißem Sommer-Wetter kann es dort unten deutlich angenehmer sein. Aber auch im Frühjahr und Herbst bietet die Natur ihre jeweils eigene Schönheit preis. Und im Winter gibt es mit etwas Glück wunderschöne Eisformationen zu sehen. Also egal zu welcher Jahreszeit, die Gründe der sächsischen Schweiz sind immer einen Besuch wert!

Heute möchte ich euch eine kleine Wanderung im Uttewalder Grund zum Uttewalder Felsentor näher bringen.

Das Uttewalder Felsentor ist eine der bekanntesten Felsformationen in der sächsischen Schweiz. Das romantische Felsentor im Nationalpark war schon 1801 eine Inspiration für den Maler Caspar David Friedrich. Und auch heute noch bietet der wunderschöne Grund mit seinen kleinen Bächen eine wunderschöne, kleine oder auch größere Wanderung durch eindrucksvolle Natur.

Startpunkt der Wanderung ist Stadt Wehlen. Die Anreise ist mit dem Auto oder der Bahn von Dresden aus möglich. Wenn man die Bahn nutzen möchte sollte man vorher prüfen ob auch die Fähre in Stadt Wehlen fährt, denn die Bahn kommt auf der anderen Elbseite an und man muss mit der Fähre übersetzen.

Die Wanderung kann als längere Wanderung, auf und ab, Täler, Gründe oder auch etwas höher hinaus gestaltet werden. Oder man macht eine kürzere Strecke für die ganze Familie daraus. Von Stadt Wehlen bis zum Felsentor selbst kann man sogar eine etwas anspruchsvollere Rollstuhltour gestalten. Allerdings ist das passieren des Felsentores mit den meisten Rollstühlen nicht möglich und man muss den Rückweg antreten (Hier bitte beachten das ein guter Teil des Weges ein nicht Asphaltierter Waldweg mit einigen Hindernissen ist – die jedoch zu bewältigen sind).

Auf jeden Fall halt machen sollte man im Gasthaus Waldidylle. Hier findet man Speis und Trank und je nach Saison auch leckere Wild Bockwurst 😉 Die Öffnungszeiten sind jedoch abhängig von der Jahreszeit verschieden (kann man hier nachlesen: http://www.waldidylle-online.de/).

Wer Lust hat kann Unterwegs auch einen Abstecher zum unheimlichen Höllengrund machen. Der Höllengrund mit seinen abzweigenden Schluchten ist eines der artenreichsten Täler der deutschen Mittelgebirge. Man wandert durch dunkle Gassen, klettert über Metallleitern und durch mit Steinen versperrte Pfade. Hier wird die Schlucht zu einem kleinen Abenteuer. Man sollte hierfür jedoch genügend Zeit einplanen und die Taschenlampen nicht vergessen! Falls ihr eine sucht, ich persönlich habe immer folgende dabei 😉 :  ThruNite ® T10 EDC Taschenlampe

Hier findet ihr eine mögliche Routenvariante:  Outdoor-Active

Wandern im Erzgebirge – Grabentour Wünschmannmühle

Du suchst eine schöne und interessante Wanderung die man auch mit Kindern mal eben machen kann und die nicht so überlaufen ist? Dann ist die Wanderung von der Wünschmannmühle mit Startpunkt vom Wanderparkplatz Krummenhennersdorf  im Erzgebirge nahe Dresden vielleicht etwas für dich.

Weiter unten auf der Seite findest du einen Link auf Outdoor Active, hier gibt es die Koordinaten des Startpunktes und eine herunterladbare Wegbeschreibung der Tour. Dort findest du auch eine GPX Datei für dein Navi oder Smartphone.

Parken kann man auf einem kostenlosen Wanderparkplatz in Krummenhennersdorf, einem schönen kleinen und ruhigen sächsischem Dorf direkt bei der historischen Wünschmannmühle.

Es geht entlang der „Bobritzsch“ durch wunderschöne Natur und durch ein ehemaliges Bergbaugebiet bis nach Reinsberg bzw. Oberreinsberg und von dort in einer Schleife nach Bieberstein und zurück nach Oberreinsberg. Diese Schleife nach Bieberstein kann man machen, muss man aber nicht. In dem Wald beim Fluss Bobritzsch und entlang der „Grabentour“ ist es deutlich angenehmer und hier gibt es, gerade für Kinder, auch mehr interessantes zu sehen.

Es empfiehlt sich gutes Schuhwerk wenn man etwas näher am Fluss wandern will als die Tour auf Outdooractive vorgibt. Hier kann es nämlich auch etwas schlammiger zugehen. Aber im allgemeinem wandert man auf normalen und gut befestigten Waldwegen.

Drei bis Vier Stunden solltet ihr einplanen wenn ihr das ganze genießen wollt. Mit Kindern die auch mal am Fluss ein paar Steine werfen wollen vielleicht auch etwas mehr. Wenn ihr euch den Abstecher nach Bieberstein spart geht es auch etwas schneller.

Hier findet Ihr die Route auf Outdoor Active.

Und natürlich ein paar Impressionen von der Tour:

 

 

Wandern im Tharandter Wald (bei Dresden)

Hallo ihr da da draußen, heute möchte ich euch etwas über den Tharandter Wald in der Nähe von  Dresden erzählen. Hier kann man wunderbar den ganzen Tag verbringen oder auch nur ein paar Stunden. Alleine, mit der ganzen Familie, dem Hund oder als Fahrradfahrer – hier kommt jeder auf seine Kosten der gerne draußen Unterwegs ist.

Der Wald bietet aufgrund seiner forstwirtschaftlichen Nutzun gut ausgebaute Wege, die auch mit einem Kinderwagen befahren werden können, aber auch Schneisen die etwas natürlicher anmuten und auf denen man auf weichem Waldboden laufen kann.

Mitten im Wald befindet sich die Warnsdorfer Quelle. Hier kann man an einem warmen Tag wie heute bedenkenlos seine Wasservorräte aufstocken. Das Wasser wurde früher zur Trinkwasser Versorgung des nahe gelegenen Kurort Hartha und der Stadt Tharandt genutzt. Heute füllen sich die einheimischen Flaschen- und Kanisterweise das Wasser vor Ort an der Quelle ab. Ich kann bestätigen dass das Wasser absolut unbedenklich direkt aus der Quelle trinkbar ist (und es schmeckt klasse).

Dieses mal hat mich meine Wanderung im eine Ecke des Waldes geführt die ich bisher nicht kannte. Und wie immer bei solchen spontanen Ideen führte mich der Weg an einen wunderschönen Ort am Waldrand.

Das Licht am Ende des Tunnels

 

Und wie sich das für einen ordentlichen Wald gehört kann man hier natürlich auch was lernen, sei es  über Pflanzen an sich oder die Forstwirtschaft. Und wer möchte und zur richtigen Zeit kommt darf dann auch gleich noch die Kids „aufklären“ 😋.

Last but not least gibt es  natürlich auch immer wieder Möglichkeiten für eine kleine oder große Pause, Brotzeit oder einfach zum Genießen.

 

 

 

 

 

 

Im letzten Jahr diente mir eine solche Hütte zur Übernachtung. Mit Iso-Matte und Schlafsack überlebt hier vermutlich jeder seine erste Nacht im Wald 😉.

Also wenn ihr mal in der Nähe seit, das Elbsandsteingebirge und die schöne Dresdener City erkundet habt und etwas in der Natur relaxen wollt, dann habt ihr hier eine tolle Möglichkeit. Aber auch für die Einheimischen hier die einfach mal raus aus der Stadt wollen  (so wie ich) liegt die Möglichkeit hier direkt vor der Tür.

Schönes Wochenende wünsche ich euch und genießt das tolle Frühlings Wetter.

Viele Grüße

Euer Johannes